Von Rittern und Zapfrecht

 

Der Wirt z Weissau ist ein typisches Innviertler Landgasthaus mit einer langen Tradition. Um 1560 wurde dem ritterlichen Edelsitz, der Lehen zum Rentamtsbezirk Burghausen abführen musste, das Zapfrecht verliehen.

 

In Oberweissau befand sich einst um 1557 der Edelsitz der Meisriemel, Zwei Söhne des Meisriemel waren Kapläne in nahe gelegenen Astätt: Christoph 1637 und Sebastian 1644. Die Schwester bekam die Heimat und heiratete den Sohn des adeligen Vitzthum von Rothenburg, dieser stammt von einer bayrischen Hauptfestung, Rothenburg ob der Tauber,ab.

 

Der Name Vitzthum entstand aus dem Wort „Vicedominus“, zu deutsch: Stellvertreter, und ist eine Amtsbezeichnung, erst später wurde daraus ein Familienname. Das Schloß stand zwischen dem Wirtshaus und dem anderen Vitzthum Nr. 3 und 6. , um 1650 abgebrannt wurde es nicht mehr aufgebaut. Weissau musste zur Kriegszeit einen geharnischten Mann zu Pferd stellen. Das Familienwappen weist auch einen solchen Mann mit offenem Helm auf. 1787 wurde den drei Besitzern Kaspar Scharl, Josef und Johann Vitzthum der Sitz Weissau von Kaiser Josef 2. wieder verliehen, „ samt dem halben Teil groß und klein Zehent aus allen Gütern zu Tannberg, auch den beiden Kranzing, Grub und Niedern Plain in Baumgarten, dessen ein Viertel aus einem Viertelacker ist, samt allen Zapfen- und Schankrecht zu ernannten Weissau im Gericht Friedburg, "so don den Meissriemblen herrührt".  1798 befreite Kaiser Franz 1. diese drei Besitzer von den bisher auf ihren Gütern gehafteten Lehensverbindlichkeiten dergestalt gänzlich und ein für allemal, das dieselben von nun an zu ewigen Zeiten freie Güter seien und gedachte Untertanen sowie auch die künftigen Besitzer mit solchen, wie mit anderen lehenbaren Gütern zu handeln machthaben sollten.

 

...Auszug aus der Hauschronik

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